| KCemu
V. 0.3.4 für Linux von Torsten Paul
Merkmale:
Emulierbar sind alle KC- Typen vom 85/2 bis /4 sowie die Rechner KC85/1
und KC87. Er ist der einzige Emulator der neben dem Grundgerät auch
die Floppyerweiterung D004 emuliert. Damit sind auf ihm neben den KC-Programmen
auch die Programme der CP/M-Welt lauffähig.
Die CP/M-Disketten werden durch DUMP-Dateien nachgebildet. Weiterhin stehen
4 Modulsteckplätze zur Verfügung die
per Maus frei "bestückt" werden können.
Dem Original nachempfunden
ist das Laden von Programmen. Hierbei wird ein Kassettendeck
simuliert, bei dem die enthaltenen Files "abgespielt" und damit geladen
werden können. Auf diese Weise sind auch nacheinander abgelegte zusammengehörige
Files ladbar. Alternativ kann auch schnell per Doppelklick geladen werden.
In die KCT- Dateien können Programme im Format des Emulators für
Windows (H. Haftmann) und des TAP- Formates (A. Fitzenreiter) importiert
werden. Diese Dateien lassen sich auch direkt laden, beim TAP- Format darf
dabei nur ein KC- Programmfile enthalten sein.
Der Emu ist über das
Programm kcemu-remote fernsteuerbar. Die
Kommunikation mit dem eigentlichen
Emulator erfolgt über den X-Server. Ebenfalls enthalten ist ein Debugger.
Von den verschiedenen Programmen
und Spielen laufen selbst die schwieriger zu emulierenden wie Pharao, Pursuit,
Gourmand & Co. Dennoch gibt es auch Probleme wie bei Jagdgraf (Emu
hängt sich nach Tastendruck auf) und Jungle (es werden keine Monster
dargestellt). Der HIRES-Modus vom KC85/4 fehlt noch, und das öfters
verwendete Sprite-MC verursacht einen Abbruch des entsprechenden BASIC-
Programmes. Die zwei KC85/4- Bildschirme sind nutzbar.
Über die Konfigurationsdatei
ist die Bildgröße des Emulators einstellbar. Hier sind die originale
Pixelauflösung oder eine Auflösung mit den doppelten Seitenlängen
wählbar. Sound wird offiziell noch nicht unterstützt.
Installation:
Die aktuelle Emulatorversion ist für die Linux-
Umgebungen derzeitiger Distributionen
ausgelegt. Sie liegt als Debian- Paket und in der üblichen Tarball-
Archivform vor. Im letzteren Fall ist nach dem Entpacken zu compilieren
(./configure, make, make install). Auf unseren Testsystemen war es notwendig,
das Paket "gtk-devel.rpm" nachzuinstallieren (>=1.2.0). Voraussetzung
sind weiterhin die Pakete "glib", "glib-devel" und "gtk". Die Installation
in ein Benutzerverzeichnis ohne Benutzung von Root- Rechten ist per Parameter
möglich. Nach der Installation sind Einstellungen nach persönlichen
Wünschen - wie z.B der zu emulierende KC, beim Start vorhandene Module,
Tape- Liste, Farbeinstellungen, Bildgröße ... u.s.w. -
in der gut dokumentierten ".kcemurc" (siehe kcemurc.sample!) vorzunehmen.
Der zu emulierende KC- Typ ist auch als Parameterangabe beim Programmstart
wählbar.
Das
ist zu beachten: Die problemloseste Variante, bei diesem Emulator Programme
zu laden, ist das Abspielen per emuliertem Kassettendeck. Dies gilt vor
allen bei Programmen aus mehreren Files. Preloader- Files können beim
Laden per Doppelklick selbstverständlich weggelassen werden. Bei BASIC-
Programmen, die mit Autostart- Funktion (BSAVE) abgespeichert wurden, sollte
vor dem Laden per Doppelklick der Cursor im CAOS- Menu ganz nach links
an den Bildschirmrand gesetzt werden. Anderenfalls funktioniert der dabei
automatisch ausgeführte REBASIC- Aufruf nicht. Im 85/3- Modus sind
entsprechende Files (noch) nicht nutzbar.
In der ".kcemurc" sind Werte
für die Farbdarstellungen fest einstellbar. Änderungen unter
"Konfiguration" im Emu sind nicht dauerhaft. Im Abschnitt für die
KCT- Files in dieser Datei ist die Nummerierung hexadezimal, fortlaufend
und ohne Unterbrechung vorzunehmen.
(getestet unter
SuSE Linux 7.3 und Linux Mandrake 7.2)
Vielen
Dank an Torsten Paul für seine weiterführenden Tips und Hinweise! |