6. Drucken
6.1 Allgemein
Das KC-Grundgerät verfügt
selber über keine Möglichkeit einen Drucker anzusteuern.
Je nach verwendetem Drucker muß eine zusätzliche V24- oder Centronics-Schnittstelle
angeschlossen und der passende Treiber geladen werden. Der KC ermöglicht
dann vor allem das Drucken auf elektronischen Schreibmaschinen und
8-Nadel-Druckern. Treiber für Tintenstrahl oder Laserdrucker
findet man nur selten.
Um das Problem im
Emulator zu umgehen und trotzdem den Ausdruck auf modernen
Druckern zu ermöglichen, erkennt er die wichtigsten Befehle
des Nadeldruckers K6313. Diese werden dann in Befehle
für 24-Nadel- oder HP-PCL-kompatible Drucker (Laser/Tintenstrahl)
umgesetzt.
Um den Ausdruck auf anderen
Druckern zu ermöglichen, kann auch in eine RTF-Datei gedruckt werden.
Damit besteht die Möglichkeit die Texte mit Ihrer PC-Textverarbeitung
weiter zu bearbeiten und zu drucken.
Zusatzinfo:
- Vor allem beim Ausdruck
auf Laserdruckern sollte der Emulatorinterne
Druckpuffer aktiviert
werden. Alle Druckausgaben werden dann in einer
temporären Datei
gespeichert und erst zum Drucker geschickt, wenn die
KC-Software
einen Seitenvorschub sendet. So wird zum Beispiel bei
aktiver Protokollfunktion
ein vorzeitiger Papierauswurf umgangen.
Außerdem
kann der Ausdruck jederzeit aus dem Optionsmenü
mit F5
gestartet werden.
6.2 Die emulierten Schnittstellen
Zum Drucken werden 2 verschiedene
Hardwareschnittstellen emuliert. Zum einen ist der Ausdruck
über das DIO-Modul M001 möglich. Es befindet sich
im gedachten Modulschacht C.
Zum anderen kann über
die im Buch "Tips und Tricks für kleine Computer" von Klaus
und Stefan Schlenzig beschriebene Centronicsschnittstelle
gedruckt werden. Sie besteht aus einer PIO ab Adresse 0F0h und wird vor
allem von Wordpro unterstützt.
Als 3.Möglichkeit
bietet der Emulator einen eigenen internen Druckertreiber. Wurde
er im Optionsmenü aktiviert, wird er bei jedem Reset
automatisch installiert. Damit entfällt ein
aufwändiges Suchen und Laden des richtigen Treibers.
Mit ihm kann über beide Userkanäle gedruckt
werden. Um die Ausgaben in den Emulator umzuleiten belegt er
6 Byte ab Adresse B7FAh. Diese enthalten 2 spezielle Emulator-Opcodes.
6.3 Export der Druckausgaben
Wie schon oben
erwähnt, können die Druckausgaben in eine RTF-
oder Textdatei exportiert werden. Zu beachten ist, daß
sich der Emulator dabei genauso verhält wie bei einem
echten Ausdruck. Vor allem unter Basic und bei eingeschalteter
Bremse kann das seine Zeit dauern. Die KC-Software verhält sich
dabei scheinbar wie aufgehängt. Um den Verlauf des Exports zu verfolgen
wird im Optionsmenü die Anzahl der gedrucken Zeichen angezeigt.
In der RTF-Datei werden
die Truetype-Schriftarten "Times New Roman" und "Courier New" verwendet,
und für ASCII-Sonderzeichen die im ANSI- Zeichensatz
nicht enthalten sind "MS Line Draw". Diese gehört
seit Word 97 zum Standard von Windows. Im Internet
findet man aber auch schnell eine Adresse zum Download ("linedraw.zip").
Die besten Exportergebnisse
erzielt man mit der Option "RTF-Datei (Word97+)". Hier
werden die Breit- und Schmalschrift originalgetreu gedehnt
bzw. gequetscht. Zur Anzeige ist aber eine Textverarbeitung
nötig die das freie Scalieren von Schriften beherrscht.
Tip zum Export von Mintex-Dateien:
- Wenn Sie bei der Größe
der Druckseite möglichst große Zahlen angeben,
z.B. 10000,10000,
bleiben die Absätze erhalten und es werden keine
manuellen Seitenwechsel
eingefügt.
6.4 Drucken unter Wordpro
Da der KC85EMU für
die Druckerausgabe keine serielle (V24) Schnittstelle
unterstützt, muß eine WordPro-Version mit
Centronics-Unterstützung verwendet werden. Die WP86-Versionen
im Office-Archiv von www.kc85emu.de waren ursprünglich
nicht dafür ausgelegt. Die gepatchten Files befinden sich in extra
Unterverzeichnissen.
Für alle, die mit WordPro
noch nicht gedruckt haben, dieses aber gerne tun würden, hier
eine Kurzanleitung:
- Für den Ausdruck
werden in jedem Fall die Nummern der ersten und
letzten Zeile
des Bereiches benötigt, der ausgedruckt werden soll.
Auch im Falle eines
ganzen Dokumentes muß die letzte Zeile bekannt
sein. Die Zeilennummern
werden in der Statuszeile angezeigt. Sollte
diese nicht
schon von vornherein aktiviert sein, so kann dies mit
"Shift"+"F1"
erfolgen. Immer wenn sich der Cursor im Bereich
der
Statuszeile
befindet wird diese aber ausgeblendet. Das
sind die
ersten 2
Textzeilen. Mit "Alt"+"Ende" kann zum
Dokumentenende
gesprungen werden
und mit "Alt"+"Pos1" (Pos1 = Home) zum Textanfang.
- Mit "F1" gelangt
man in das "WordPro-In-Out-Menü". Hier ist
das
Druckersymbol
auszuwählen. Sind dort mehr als ein Symbol verhanden,
ist die Centronics-Schnittstelle
normalerweise besonders gekennzeichnet,
z.B. durch ein "C"
im Icon.
- Bei den Abfragen "FROM"
und "TO" sind jetzt die ermittelten Nummern
für die erste
und letzte Zeile des Druckbereiches anzugeben. Hinter
"LINE" muß
nichts eingetragen werden, es sei denn es soll der Abstand
zwischen den Zeilen
verändert werden.
Anschließend wird
auf dem Drucker ausgedruckt oder vom KC85EMU in eine Datei
geschrieben. Für letzteren Fall fragt der Emulator
noch nach einem Dateinamen.
Unter WordPro6
ist die Vorgehensweise nicht so kompliziert.
Man wechselt auch hier mit "F1" ins "In-Out-Menü" und
wählt das Druckersymbol aus. Anschließend bestätigt
man alle Fragen einfach mit ENTER und es wird das ganze Dokument
gedruckt.
Man muß nur 2 Dinge
beachten :
1. Beim Start von WordPro6
muß ein Druckertreiber definiert werden. Im
KC85EMU
kann man entweder das Modul M001 angeben oder man
wählt
"kein Drucker".
Es wird dann mit dem Emulatorinternen Druckertreiber
gedruckt.
2. WordPro6 ist die
einzige mir bekannte Textverarbeitung für den KC
die den kompletten
ASCII-Code von 20h bis FFh kennt und auch direkt
mit dem
IBM-Zeichensatz druckt. Damit sich der Emulator da nicht
einmischt
muß im Optionsmenü die Option "Emul.Zeichensatz"
auf
US-ASCII gestellt
werden.
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